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Geschichte2019-02-01T15:29:30+00:00

Camping L’Anse du Brick, ein geschichtsträchtiger Ort

Der Camping Castel l’Anse du Brick feierte 2018 seinen 50. Geburtstag. Angelegt auf dem ehemaligen Gelände eines Steinbruchs, in Hanglange mit einer außergewöhnlich beeindruckenden Naturkulisse, kann man heute noch Ruinen des Steinbruchs auf dem Campingplatz bestaunen. Der Ursprung des Namens „L’Anse du Brick“ stammt entweder von Piraten oder aber von Wikingern ab…

2 Legenden umranken die Ursprünge des Namens „L‘Anse du Brick“ – waren die Namensgeber Piraten oder Wikinger?

Als Brick wird ein zweimastiges Segelschiff bezeichnet, das Ende des 17. Jahrhunderts bis Mitte des 19. Jahrhunderts sehr verbreitet war. Speziell Piraten und Freibeuter setzten diesen wendigen und schnellen Zweimaster mit Vorliebe ein. Es ist deshalb möglich, dass die Bucht von L’Anse du Brick als Piratenunterschlupf diente.

Das Wort „Brick“ könnte ebenfalls vom skandinavischen Wort „brekka“, abstammen, was Hügel bedeutet. L’Anse du Brick, die Bucht mit einem Hügel, hätte den Namen also von den Wikingern erhalten. Es existieren im Nordosten des Cotentins zahlreiche Spuren der ehemaligen Wikingerexistenz wie zum Beispiel Ortsnamen skandinavischen Ursprungs.

Ein ehemaliger Steinbruch … und seine Überreste

Steinbrecher anse du brickDas Gelände war im Besitz der Stadt Lille, die dort bis zum Jahre 1940 einen Granitsteinbruch betrieb. Ein Großteil der berühmten Straßenpflaster der Fahrrad-Rennstrecke Paris-Roubaix stammt von dort.

L’Anse du Brick ist ein geschichtsträchtiger Ort, der vom 2. Weltkrieg ebenfalls nicht verschont wurde.

Eine Geschützbatterie mit 4 Kanonen wurde im Jahre 1942 von der Deutschen Wehrmacht in L’Anse du Brick auf der Eisenbahnlinie positioniert. Diese mobile Verteidigungsanlage mit Flug- und Panzerabwehrkanonen sowie Verpflegungswagon und Kommandozentrale wurden vor Ort mit betonierten Maschinengewehr-Stellungen, Schützengräben und Felstunnel verstärkt. Der Verteidigungsstützpunkt „Grand Castel“ war nach Cherbourg ausgerichtet, um diesen wichtigen Festungshafen zu schützen.

Das Haus auf dem Gelände, das zu Zeiten des Steinbruchs als Büro und Unterkunft für die Geschäftsleitung diente, wurde sogar von einer Panzergranate durchschossen.

Seit seiner Restaurierung im Jahre 1966 beherbergt dieses Gebäude das Restaurant „La Maison Rouge“. Früher war dieses als eines der wenigen Häuser der Region mit einem roten Ziegeldach versehen und diente somit den Seeleuten als Orientierungspunkt. Sie gaben ihm den Namen „Das rote Haus“. Heute ist das Gebäude jedoch mit einem traditionellen grauen Schieferdach ausgestattet.

Noch heute sind Überreste des alten Steinbruchs auf dem Campingplatz sichtbar: ein Steinbrecher, ein Fülltrichter, ein Pulvermagazin, Bermen im Hang und zwei beindruckende senkrechte Granitfelswände. Die Betonstützen der Rampen, die nach Großbritannien ausgerichtet sind, sind jedoch keine Überreste von Raketenabschussrampen. Sie dienten dem Laufband, auf dem die zerkleinerten Steine zum Fülltrichter transportiert wurden, bevor sie dann in Wagons der Dampfeisenbahn „Tue-Vaques“, die die Verbindung zwischen Barfleur und dem Hafen von Cherbourg darstellte, abgefüllt wurden.

Die Gründung des Campings

In den 60iger Jahren beschlossen Angiolino und Yvonne Patrizi, Bauunternehmer aus Paris, sich beruflich neu zu orientieren. Eine Idee kristallisiert sich heraus – warum nicht einen Campingplatz eröffnen?

1964 wird Ihnen ein Grundstück in der Normandie, im Cotentin direkt am Meer gelegen, angeboten. Sie sind vom ersten Augenblick an begeistert: 17 ha mit Wald, in dem ein kleiner Bach in Kaskaden Richtung Meer fließt, sowie die Überreste eines alten Gemäuers.

Der Camping L’Anse du Brick wird schließlich im April 1968 nach enormen Bauarbeiten eröffnet. Es gab weder Wasseranschluss noch eine Abwasserkanalisation. Alles musste geplant und neu erstellt werden: eine Kläranlage, Wegenetz, Stellplätze, Sanitäranlagen, ein Empfangsgebäude, …

Und die Bauarbeiten nehmen kein Ende: 1974 Eröffnung des Lebensmittelgeschäft, von 1991 bis 1993 Konstruktion der 4 Ferienhäuser mit Meerblick, 1993 wird die Fußgängerbrücke erstellt, die einen gesicherten und direkten Zugang zum Strand ermöglicht, 1994 das Freibad (der Innenpool folgt dann im Jahre 2013) sowie der Tennisplatz, im Jahre 2000 die Erstellung des Gebäudes mit Pizzeria,…

Im Jahre 2001 wurde eine neue Etappe mit der Errichtung von Mobilheimen und Chalets mit Meerblick beschritten.

2004 wird der Camping L’Anse du Brick in die Gruppe „Les Castels“ aufgenommen, die unabhängige, französische Freilufthotellerie-Betriebe in Familienbesitz mit 4 oder 5 Sternen unter einem Dach vereinigt.

In 2011 erhält L’Anse du Brick als erster Campingplatz in der Normandie seinen 5. Stern.

Und die Geschichte geht weiter…

Im Frühjahr 2017 erstehen Valérie d’Enquin und ihr Bruder Jean-Louis Guérineau L’Anse du Brick. Sie unterlagen gleich beim ersten Besuch dem Charme des außergewöhnlichen Campings und können als ehemalige Besitzer eines großen Campingplatzes in der Bretagne nun ihre langjährige Erfahrung einbringen.

Mit großem Elan stürzen sie sich ins neue Abenteuer und konzipieren Wohnviertel mit ausgefallenen und modernen Cottages und Lodges, um den geänderten Ansprüchen der Gäste gerecht zu werden. Die Installierung der neuen Unterkünfte wurde dabei mit dem nahtlosen, respektvollen Übergang zur außergewöhnlichen Natur in Einklang gebracht: ausgefallene Glamping Zeltlodges am Waldrand unter den rosafarbenen Granitfelsen gelegen, hochwertige und moderne Premium und Taos Cottages mit einem einzigartigen Blick auf den Wald und die geschützte Heidelandschaft des Val de Saire sowie das „Famili Baby“ Mini-Dorf mit bunten Mobilheimen und Privatspielplatz für Familien mit kleinen Kindern. Nicht zu vergessen – Stellplätze mit privaten Sanitäreinrichtungen, ein wahrer Luxus für Freiluftferien!

An aufregenden Ideen mangelt es Valérie und Jean-Louis gewiss nicht und eines ist sicher – in den nächsten Jahren werden die Camping-Gäste immer wieder mit Neuheiten überrascht werden. Es versteht sich von selbst, dass bei der Realisierung dieser Projekte die einzigartige Geschichte und die Umgebung des Campings mit Respekt behandelt werden.

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